Es sind wirklich miese Zeiten für den Konsolenmarkt in den USA. Das amerikanische Marktforschungsinstitut NPD hat die Verkaufszahlen für den Monat Mai an seine Kunden bekannt gegeben und einige Informationen sind auch durch Analysten-Kommentare öffentlich geworden. Das Bild, das die aktuellen Verkaufszahlen zeichnet, ist alles andere als erbaulich. Bekannt ist, dass die Xbox 360 160.000 Mal verkauft wurde und damit 45% des Heimkonsolenmarktes der USA für sich beansprucht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Konsole aber um 40% abgefallen. Die PlayStation 3 ist auf Platz 2 der aktuellen Konsolen und konnte 124.000 Käufer finden, wohingegen die Wii im Vergleich zum Vorjahr nur halb so viele Kunden finden konnte und bei gerade einmal 71.000 verkauften Einheiten landet.
Das einzige System, das sich im Vergleich zum Vorjahr steigern konnte, ist der Nintendo 3DS. Dieser wurde 113.500 Mal verkauft, was in Anbetracht der Preissenkung für den Nintendo DSi im Mai vielleicht noch vertretbar erscheinen mag, doch für ein neues System sind die Verkaufszahlen dennoch schwach. Wo wir gerade beim Thema "schwach" sind: Die PlayStation Vita hat ihren Frische-Bonus mittlerweile aufgebraucht und verkauft sich weniger als halb so oft, wie der Nintendo 3DS - der seinerseits schon alles andere als exzellente Verkäufe aufweisen kann. Somit können maximal 56.800 Kunden sich für eine PlayStation Vita entschieden haben. Insgesamt konnte Sony 195.000 PlayStation 2, PlayStation 3, PlayStation Portable und PlayStation Vita absetzen, Nintendo schafft es mit Wii, Nintendo 3DS und der Nintendo DS-Produktlinie auf 285.000 verkaufte Systeme. In der Gesamtschau folgt somit für den Handheld-Markt, dass der Nintendo DS sich zwischen den 3DS und die Vita schieben kann, wohingegen die PlayStation Portable den letzten Platz inne hat. Wenn Ende des Jahres die Wii U erscheint, so dürfte diese in einen sehr schwierigen Markt vorstoßen. Es wird interessant sein zu sehen, ob die amerikanischen Kunden sehnsüchtig auf eine neue Konsole warten, oder ob der Markt insgesamt ein ernsthaftes Problem vorzuweisen hat.