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Heroes of Ruin

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Im Spiel selbst startet ihr jede Mission in der bereits erwähnten Stadt Nexus und hier könnt ihr Quests annehmen oder Händler aufsuchen. Die triste Umweltgestaltung in der Stadt spiegelt dann auch schon die ganze Spielwelt wider. Statisch. Generisch. Kaum Interaktion. Wie ausgestorben. Begebt ihr euch nun auf eine Quest, so müsst ihr größtenteils Items finden, Leute retten oder Bosse besiegen. Generell ist die Story sehr simpel und wenig herausfordernd, was vor allem von den viel zu leichten Rätseln bestätigt wird, die man seit der 32 Bit-Ära zu Genüge kennt. Die repetiven Einlagen wirken ebenfalls destruktiv, wenngleich das Looting-Prinzip selbst hier nach einer Weile gut greift, sofern man sich darauf einlässt, was allerdings alles andere als einfach ist. Der Multiplayer ist letztendlich viel zu leicht, da von Teamplay-Herausforderungen nicht der Hauch einer Spur zu sehen ist.
Quests verlangen oft das Besiegen von Bossen oder das Finden von Items.
 
Technisch betrachtet ist Heroes of Ruin irgendwo in der letzten Handheld-Generation hängengeblieben. Die 2D-Optik sieht unterdurchschnittlich aus und nerviges Aliasing stört in Kombination mit Framerate-Problemen im Online-Multiplayer gewalting. Zwar brachte man es fertig sehenswerte 3D-Effekte zu implementieren, doch gerade diese werden sehr anstrengend für das Auge und wirken zudem meist überflüssig und des Zweckes willens implementiert - wie beispielsweise ein Baumast weit über dem Charakter, was in der Vogelperspektive einen stark ausgeprägten Tiefeneffekt nach sich zieht. Immerhin könnt ihr auf der Homepage euren Fortschritt tracken und via StreetPass Statistiken austauschen. Zudem gibt es ständig neue Herausforderungen für das Spiel.
 
FAZIT
Heroes of Ruin ist ein unterdurchschnittlicher Dungeon-Crawler verpackt in einer guten Marketing-Kampagne. Der Square Enix-Stempel auf dem Cover und die Vermarktung von Nintendo in Europa bringen es aber auch nicht fertig das n-Space-Experiment mit niedrigem Budget auf ein höheres Level zu heben. Das Spiel zeigt den 3D-Effekt ansprechend, nutzt StreetPass als Feature und weist einen lokalen und auch einen Online-Multiplayer für bis zu vier Spieler auf. Für Solo-Spieler ist das Spiel nicht geeignet und wird auch sofort langweilig, sofern man sich nicht von dem altberühmten Looting-Prinzip anstecken lässt. Die Kampagne ist mit rund 5-8 Stunden nicht nur kurz, sondern auch nicht fordernd genug, sodass der Multiplayer zum reinsten Spaziergang durch eine triste Umweltgestaltung mit repetitiven Missionsdesign wird. Und auch das Kampfsystem könnte kaum langweiliger sein, zumal von Balancing kaum die Rede sein kann.
 
Daher für Einzelspieler dürftig und im Mehrspielermodus dürftig bis mittelmäßig.
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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